04.12.2008 | Kantonsrat

Kommentar der EVP zum zweiten Sitzungstag der Dezember-Session 2008

Kantonsratswahlen, wir kommen Wir haben am Montag nun bereits in Olten – Gösgen unsere Liste eingereicht. Wir sind die Liste Nummer eins in dieser Amtei! Wir wollen im Kanton eine innovative Kraft jenseits des fruchtlosen Links – Rechts Schemas sein.

Unsere Schwerpunkte für die kommenden vier Jahre:

  • Starke Familien
  • Gute Schulen
  • Gesunde Umwelt
  • Nachhaltige Integration

Mehr dazu: (pdf-Datei)

 

Auch heute in der Session waren zwei dieser Themen prominent vertreten:

 

Gesunde Umwelt: Förderprogramm für Energieeffizienz und erneuerbare Energien

Das ist eine sehr erfreuliche Geschichte. Die effizienteste Methode, den Verbrauch fossiler Energieträger zu reduzieren, ist die energietechnische Sanierung bestehender Gebäude. Um das zu fördern, kriegt die Energiefachstelle des Kantons einen neuen Auftrag. Sie berät Hausbesitzer kostenlos, wie eine energietechnische Sanierung des Eigenheims aussehen könnte (Energie Coaching). Entschliesst sich die Hausbesitzerin oder der Hausbesitzer, einzelne oder alle Massnahen umzusetzen, gibt es vom Kanton einen finanziellen Zustupf für die Sanierung. Der Rat stimmte zu.

 

Gute Schulen – Noten ja oder nein?

Ein Vorstoss aus den Reihen der SVP forderte die Wiedereinführung von Noten auf allen Schulstufen. Vor einigen Jahren wurden Noten auf der ersten bis dritten Primarschulstufe durch Bewertungsgespräche ersetzt. Nun soll das wieder rückgängig gemacht werden. Um es vorwegzunehmen: ich hätte die Noten nie abgeschafft. Es ist unsinnig zu versuchen, aus der Schule ein Soziotop zu machen, in dem die „böse Leistungsgesellschaft“ ausgesperrt wird. Aber die Diskussion heute zeigt folgendes: die Schule wird immer wieder Opfer von ideologischen Entscheidungen. Gestern waren Noten vom Bösen, heute sollen sie die Schüler wieder zur Leistung motivieren. Ein anderes Beispiel: gestern hat man separiert, heute ist nur noch integrierte Schule eine gute Schule, obwohl die Praktiker sich sehr kritisch äussern. Und die Leidtragenden? Die Lehrpersonen, die vor lauter Reformen kaum mehr Zeit fürs Kerngeschäft haben. Die EVP fordert deshalb: zuerst evaluieren und dann reformieren – und zwar nicht aufgrund von Ideologien sondern aufgrund von harten Fakten!

 

Der Vorstoss wurde so überwiesen, dass der Regierungsrat im Zusammenhang mit den laufenden Reformen auch die Einführung der Noten prüfen wird.