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Besuche in Heimen und Spitälern müssen möglich bleiben

Unter der Feder­füh­rung von EVP-Kantonsrat André Wyss haben heute Vertreter/innen aller Par­teien ein Zei­chen für die Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten in Spi­tä­lern bzw. für die Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­nern von Hei­men gesetzt. Sie for­dern, dass Besu­che in ange­mes­se­nem Rah­men mög­lich blei­ben müs­sen.

 

Pres­se­mit­tei­lung: Besu­che in Hei­men und Spi­tä­lern müs­sen in ange­mes­se­nem Rah­men mög­lich blei­ben

Die unter­zeich­nen­den Kan­tons­rä­tin­nen und Kan­tons­räte for­dern Regie­rungs­rat, Kan­tons­arzt, das Amt für soziale Sicher­heit (ASO), die Spi­tä­ler sowie sämt­li­che Heime auf, alles daran zu set­zen, dass für Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten in Spi­tä­lern bzw. Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner in Hei­men sowie für deren Ange­hö­rige Besu­che und die Teil­nahme am Leben in ange­mes­se­nem Rah­men mög­lich blei­ben.

Auch wenn aus medi­zi­ni­scher Sicht die vor Kur­zem beschlos­se­nen erneu­ten Ein­schrän­kun­gen durch­aus ver­ständ­lich sind, gilt es zu beach­ten, dass die psy­chi­schen und geis­ti­gen Aspekte min­des­tens ebenso wich­tig sind. Aktu­ell sind in Alters- und Pfle­ge­hei­men diverse Per­so­nen in ihren Zim­mer oder im Gebäude ein­ge­schlos­sen – man kann es nicht anders for­mu­lie­ren. Diese Per­so­nen haben ebenso ein Recht auf ein selbst­be­stimm­tes Leben.

Wir ver­zich­ten auf einen poli­ti­schen Vor­stoss im Kan­tons­rat in die­sem Bereich, im Wis­sen darum, dass die betrof­fe­nen Stel­len rasch agie­ren und rea­gie­ren kön­nen müs­sen und es auch nicht ziel­füh­rend wäre, das Thema poli­tisch «aus­schlach­ten» zu wol­len. Mit die­ser Stel­lung­nahme möch­ten wir aber den betrof­fe­nen Per­so­nen eine Stimme geben und nach­drück­lich dar­auf hin­wei­sen, dass die psy­chi­schen und geis­ti­gen Belas­tun­gen der Betrof­fe­nen – gerade in der nun anste­hen­den Winter-, Advents- und Weih­nachts­zeit – sehr gross ist. Besu­che, Kon­takte, Nähe und zwi­schen­durch auch das Ver­las­sen des Hei­mes (Luft­ver­än­de­rung) sind daher emi­nent wich­tig für diese Men­schen.

Wir for­dern daher alle Betei­lig­ten auf, krea­tive Mass­nah­men ein­zu­lei­ten, um eben die­sen Aspek­ten auch Rech­nung zu tra­gen. Kon­kret darf es nicht sein, dass zu sehr pau­scha­li­siert wird. So kön­nen und sol­len die Ein­schrän­kun­gen je nach Alter, nach Bedürf­nis, nach Gesund­heits­zu­stand unter­schied­lich defi­niert wer­den. Bei­spiels­weise sind Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten bei län­ge­ren und sehr belas­tende Kon­stel­la­tio­nen (z.B. Pal­lia­tiv­si­tua­tio­nen, Krebs­the­ra­pien, Spi­tal­auf­ent­hal­ten von mehr als vier Tagen u.ä.) deut­lich stär­ker auf die Unter­stüt­zung von Ange­hö­ri­gen ange­wie­sen als bei ein­fa­che­ren Spi­tal­auf­ent­hal­ten.

Zudem sol­len die Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner von Hei­men nicht ein­fach vor voll­en­de­ten Tat­sa­chen gestellt wer­den, son­dern im Rah­men der Eigen­ver­ant­wor­tung auch sel­ber ent­schei­den kön­nen, wie sie sich sel­ber schüt­zen las­sen möch­ten. Orga­ni­sa­tio­nen, wel­che sich für die Inter­es­sen der Betrof­fe­nen ein­set­zen, sol­len in die Ent­schei­dun­gen mit­ein­be­zo­gen wer­den.

André Wyss, EVP

(mit­un­ter­zich­net von: Susan von Sury, CVP; Nadine Vögeli, SP; Ste­pha­nie Ritschard, SVP; Daniel Car­tier, FDP; Simone Wyss, Grüne)

 

Für Aus­künfte:

André Wyss, Vize­prä­si­dent EVP Kan­ton Solo­thurn: 062 849 49 91

Elia Lei­ser, Prä­si­dent EVP Kan­ton Solo­thurn: 076 453 32 92