Die EVP Olten will Brücken und keine Gräben

Lis­ten­ver­bin­dun­gen sind für die EVP ein pro­ba­tes Mit­tel, damit Stim­men zu einer ande­ren, ähn­li­che den­ken­den Par­tei gehen. Die for­cierte Lis­ten­ver­bin­dung der Bür­ger­li­chen in der Stadt Olten hat daher auch die EVP gründ­lich geprüft. Sie ist aber zum Schluss gekom­men, dass eine sol­che Ver­bin­dung der Partei-DNA wider­spre­chen würde.

Die EVP hat sich in den Unru­hen im 1919 mit dem Ziel gegrün­det, eine Brü­cke zwi­schen den Arbei­ter­schaft und dem Bür­ger­tum zu schla­gen. Als sozial-konservative Par­tei ist sie mit allen Par­teien in einem stän­di­gen Dia­log, um die bes­ten Lösun­gen für Mensch und Umwelt zu fin­den.

Die EVP Olten ist sich sicher, dass der Schul­ter­schluss der Bür­ger­li­chen eine Gegen­re­ak­tion bei den ande­ren Par­teien aus­lö­sen wird. Somit hät­ten die Olt­ner Stimm­be­rech­tig­ten nur zwei Mög­lich­kei­ten: Wol­len sie die Lin­ken oder die Bür­ger­li­chen unter­stüt­zen. Wei­tere ver­här­tete Fron­ten und Gra­ben­kämpfe wären somit für die nächs­ten vier Jahre vor­pro­gram­miert. «Das wäre das Letzte, was die Stadt Olten in die­ser Kri­sen­zeit braucht. Ich will mich wei­ter­hin für Lösun­gen und eine Poli­tik ohne Scheu­klap­pen ein­set­zen», zeigt sich EVP-Parlamentsmitglied Beat Bach­mann moti­viert.

Die Mit­te­par­tei EVP
Im Gegen­satz zu den ande­ren Par­teien, wel­che den Schul­ter­schluss ankün­di­gen, bevor sie mit ihrer Basis gespro­chen haben, hat die EVP die Gesprä­che mit der Basis zur ange­dach­ten Lis­ten­ver­bin­dung bereits geführt. Diese haben gezeigt, dass sich die EVP-Basis mit einer solch brei­ten Lis­ten­ver­bin­dung schwer tun würde. Damit würde zudem ein fal­sches Zei­chen gesetzt, da die EVP als Mitte-Partei je nach Thema ebenso oft nach rechts wie auch nach links poli­ti­siert.

Falls bei den Mit­te­par­teien an deren Par­tei­ver­samm­lun­gen ein Rück­zug aus die­sem geplan­ten gros­sen Schul­ter­schluss beschlos­sen wird, ist die EVP sicher­lich für neue Gesprä­che offen, die bis­he­ri­gen Zusam­men­ar­beit in der Mitte auch anläss­lich der kom­men­den Wah­len mit einer Lis­ten­ver­bin­dung zu unter­strei­chen.

«Seit den Natio­nal­rats­wah­len hat die EVP in Kan­tons­rats­wah­len hin­ter den Grü­nen und der glp am meis­ten Sitze gewon­nen – somit als ein­zige Par­tei ohne «grün» im Namen. Das zeigt, dass gerade in der jet­zi­gen Phase kon­se­quente sach- und lösungs­ori­en­tierte Poli­tik für Gerech­tig­keit, Nach­hal­tig­keit und Men­schen­würde gou­tiert wird. Aus die­sem Grund begrüsse ich den Ent­scheid der EVP Olten», zeigt sich Elia Lei­ser, Prä­si­dent der EVP Kan­ton Solo­thurn, zufrie­den. Ob dies wahl­mäs­sig eher ein Nach­teil ist oder sich schluss­end­lich gar als Vor­teil ent­pup­pen könnte, dazu will sich Lei­ser noch nicht äus­sern. Aller­dings gehört es zur Ethik der EVP, dass nicht pri­mär wahl­tak­ti­sche Über­le­gun­gen, son­dern zual­ler­erst die Glaub­wür­dig­keit im Vor­der­grund ste­hen und die EVP so als ver­läss­li­cher Polit-Partner wahr­ge­nom­men wer­den soll.

 

Für Aus­künfte:

Beat Bach­mann, Mit­glied Gemein­de­par­la­ment Olten, Vor­stand EVP Kan­tons Solo­thurn: 076 522 41 89

Elia Lei­ser, Prä­si­dent EVP Kan­ton Solo­thurn: 076 453 32 92