Die EVP Solothurn sagt JA zur Pflegeinitiative

Online fass­ten die Mit­glie­der der EVP Kan­ton Solo­thurn die Ja-Parole für die Pfle­ge­initia­tive und die Erwei­te­rung des Covid-19-Gesetzes. Hin­ge­gen sag­ten sie Nein zu der Jus­ti­zin­itia­tive.

Pfle­ge­initia­tive
Das Ja zur Pfle­ge­initia­tive fiel dabei deut­lich aus. Der Gegen­vor­schlag des Par­la­men­tes ändert nichts an der aktu­el­len chro­ni­schen Über­las­tung des Pfle­ge­per­so­nals, deren schwie­ri­gen Arbeits­be­din­gun­gen und den vie­len früh­zei­ti­gen Berufs­aus­stie­gen. «Damit Pfle­gende gesund blei­ben kön­nen, muss der Per­so­nal­man­gel beho­ben wer­den. Viele Pfle­gende (40%) ver­las­sen den Beruf vor­zei­tig, weil sie aus Zeit­man­gel nicht in der Qua­li­tät pfle­gen dür­fen, wie sie es gelernt haben und wis­sen, dass es fach­lich kor­rekt wäre», weist die Insti­tuts­lei­te­rin und EVP-Mitglied Patri­cia Häberli auf die Miss­stände hin. Des­halb braucht es die Pfle­ge­initia­tive, die neben der unbe­strit­te­nen Aus­bil­dungs­in­itia­tive eine maxi­male Pati­en­ten­zahl pro Pfle­ge­fach­per­son zur Siche­rung der Pfle­ge­qua­li­tät for­dert sowie ver­bes­serte Arbeits­be­din­gun­gen für die Pfle­gen­den.

Justiz-Initiative
Aus Sicht der EVP Kan­ton Solo­thurn hat sich die bis­he­rige Pra­xis der Wahl der Bun­des­rich­te­rin­nen und Bun­des­rich­ter unter Berück­sich­ti­gung der Ver­tre­tung von Spra­chen, Regio­nen und Par­teien bewährt und wird von allen poli­ti­schen Lagern getra­gen. Mit dem Los­ver­fah­ren würde unter Umstän­den nicht mehr die best­ge­eig­nete Per­son für den Rich­ter­pos­ten berück­sich­tigt wer­den. Daher beschlos­sen die Mit­glie­der hier die Nein-Parole.

Covid-19-Gesetz
Für die Mehr­heit der Solo­thur­ner EVP-Mitlieder braucht es in der aktu­el­len Situa­tion diese Geset­zes­re­vi­sion. Mit den erwei­ter­ten Instru­men­ten und grös­se­ren Bei­trä­gen erhal­ten die betrof­fe­nen Men­schen in die­ser schwie­ri­gen Zeit die pas­sende Hilfe. Wei­ter kön­nen so die nöti­gen medi­zi­ni­schen Güter beschaf­fen wer­den. Eine tem­po­räre Zer­ti­fi­kats­pflicht mit Augen­mass ist das klei­nere Übel gegen­über erneu­ten weit­rei­chen­den Ein­schrän­kun­gen, um eine Über­las­tung der Inten­siv­bet­ten zu ver­hin­dern.

Ange­sicht der gesell­schaft­li­chen Span­nun­gen möchte die EVP ihre 100-jährigen Rolle als Brü­cken­baue­rin aber auch hier wahr­neh­men und Lösun­gen, die zur Ent­span­nung bei­tra­gen kön­nen, prä­sen­tie­ren. Bei­spiels­weise mit der Reduk­tion der Test­kos­ten für Solo­thur­ner Jugend­li­che. EVP-Kantonsrat André Wyss reichte heute anläss­lich des Jugend­po­lit­tags einen ent­spre­chen­den drin­gen­den Vor­stoss im Kan­tons­rat ein.

 

Für Aus­künfte:

Elia Lei­ser, Prä­si­dent EVP Kan­ton Solo­thurn: 076 453 32 92; info@elialeiser.ch
André Wyss, Vize-Präsident EVP Kan­ton Solo­thurn, (P) 062 849 49 91, (G) 062 299 10 00; andre.wyss@wyance.ch