Leserbrief: Was ist es uns wert?

Wer die Zei­tung am Don­ners­tag, 2. Dezem­ber gut ange­schaut hat, konnte auf Seite 7 lesen, wie die getrof­fe­nen Mass­nah­men die Jugend­li­chen am meis­ten beein­träch­ti­gen. Dies hat Aus­wir­kun­gen auf die psy­chi­sche Ver­fas­sung einer gan­zen Gene­ra­tion.

Mit dem fak­ti­schen Ver­bot von Par­tys, ist der Ver­ein noch der ein­zige Ort, wo sie sich momen­tan in ihrer Frei­zeit mit Gleich­alt­ri­gen tref­fen kön­nen. Oft wird jetzt auch dort ein Zer­ti­fi­kat ver­langt. Für Jugend­li­che ent­steht durch die hohen Kos­ten das Gefühl eines „Impf­zwangs“, wel­cher sich schluss­end­lich eher nega­tiv auf die Impf­quote in die­ser Alters­ka­te­go­rie aus­wirkt.

In der glei­chen Zei­tung, auf Seite 16 schliess­lich wurde gemel­det, dass die Solo­thur­ner Regie­rung kos­ten­güns­ti­gere Tests für Jugend­li­che, wel­che dazu füh­ren wür­den, dass die Jugend­li­chen eher soziale Kon­takte pfle­gen kön­nen und somit psy­chisch aus­ge­gli­che­ner wären, ablehnte. Die Regie­rung ver­steckt sich hin­ter irgend­wel­chem „admi­nis­tra­ti­ven“ Auf­wand, anstatt ein ein­fa­ches Mit­tel und den kon­struk­ti­ven Vor­schlag zu unter­stüt­zen. Die Ver­ant­wort­li­chen, und da ist nicht nur die Solo­thur­ner Regie­rung gemeint, müs­sen schauen, dass die Jugend­li­chen in die­ser Zeit mit­ge­nom­men wer­den. Es sind nicht die jun­gen Leute, die das Gesund­heits­we­sen belas­ten. Der Kan­tons­rat hat es in der nächs­ten Ses­sion in der Hand, den Ent­scheid vom Regie­rungs­rat zu kor­ri­gie­ren. Laut einer reprä­sen­ta­ti­ven Umfrage waren bei der Abstim­mung die Jün­ge­ren gegen das erwei­terte Covid-19 Gesetz. Davor dür­fen wir trotz ein­deu­ti­gem Resul­tat nicht die Augen ver­schlies­sen.

Elia Lei­ser, Solo­thurn
Prä­si­dent EVP Solo­thurn