Parolenfassung: Die EVP Solothurn sagt JA zur Initiative «Kinder ohne Tabak»

Für die EVP Kan­ton Solo­thurn ist es eine Selbst­ver­ständ­lich­keit: Dort wo sich Kin­der und Jugend­li­che bewe­gen, soll es keine Tabak-Werbung mög­lich sein. Auch zu den übri­gen Abstim­mungs­vor­la­gen haben die Mit­glie­der der EVP Stel­lung bezo­gen. Diese wur­den anläss­lich des inzwi­schen eta­blier­ten digita-len Stamm­ti­sches vor­ge­stellt und dis­ku­tiert.

Kin­der ohne Tabak

Das neue Tabak­pro­duk­te­ge­setz des Par­la­ments geht zu wenig weit. Die Tabak­pro­du­zen­ten kön­nen wei­ter­hin durch Wer­bung im Inter­net, Gra­tis­zei­tun­gen und an Fes­ti­vals ihre Wer­be­stra­te­gie fah­ren, um gezielt Jugend­li­che bereits im jun­gen Alter vom Niko­tin abhän­gig zu machen. Für die EVP Kan­ton Solo­thurn ist klar, dies muss ver­bo­ten wer­den!  Dass Wer­bung nützt, zeigt sich anhand des vehe­men­ten Wider­stan­des zu die­ser Vor­lage von Sei­ten der Tabak-Industrie. «Es wer­den bei­spiels­weise mit jun­gen, gut­aus­se­hen­den Influ­en­cer Ziga­ret­ten­al­ter­na­ti­ven auf Sozia­len Medien und in Gra­tis­blät­tern bewor­ben. Das Rau­chen die­ser auch schäd­li­chen Pro­duk­ten soll cool wer­den!», weist EVP Prä­si­dent auf die Pro­ble­ma­tik hin.

Stem­pel­ab­gabe

Wei­ter lehnt die EVP Kan­ton Solo­thurn die teil­weise Abschaf­fung der Stem­pel­ab­gabe ab. Der Finanz­sek­tor ist bereits von der Mehr­wert­steuer befreit. Gerade die Unter­neh­men und Kon­zerne wur­den mit der Unter­neh­mens­steu­er­re­form 1 und 2 sowie der STAF (Steu­er­re­form 2019) steu­er­lich bereits mas­siv ent­las­tet.

Menschen- und Tier­ver­suchs­ver­bot

Die Mit­glie­der der EVP Kan­ton Solo­thurn leh­nen auch die Initia­tive «Ja zum Tier- und Menschen­versuchsverbot» ab. Das Volks­be­geh­ren lässt kei­ner­lei Güter­ab­wä­gung mehr zu. Das radi­kale Handels- und Ein­fuhr­ver­bot von Pro­duk­ten, die unter Anwen­dung von Tier­ver­su­chen ent­wi­ckelt wur­den, würde zudem zu gefähr­li­chen Ver­sor­gungs­pro­ble­men bei medi­zi­ni­schen Gütern füh­ren. Auch ein­fa­che Stu­dien und Unter­su­chun­gen zum Wohle der Tiere wären nicht mehr mög­lich.

Medi­en­ge­setz

Beim digi­ta­len Stamm­tisch kon­tro­vers dis­ku­tiert wurde das Medi­en­ge­setz. Dies zeigte sich dann auch bei der anschlies­sen­den Online-Parolenfassung, bei der es zu einer Patt­si­tua­tion kam. Somit beschliesst die Solo­thur­ner EVP hier Stimm­frei­gabe. Auf der einen Seite braucht es für die Demo­kra­tie eine Medi­en­viel­falt, kleine und regio­nale Medi­en­schaf­fende und eine gute Aus­bil­dung. Dage­gen spricht, dass in ers­ter Linie die gros­sen Medi­en­häu­ser pro­fi­tie­ren und die För­de­rung für die klei­ne­ren Medi­en­un­ter­neh­men gering aus­fällt.

Abgel­tung der Ertrags­aus­fälle und Mehr­kos­ten an die Solo­thur­ner Spi­tä­ler und Kli­ni­ken

Hin­ge­gen klar Ja sagen die Mit­glie­der zur Abgel­tung der Ertrags­aus­fälle der Solothu­ner Spi­tä­ler. Diese muss­ten in den letz­ten zwei Jah­ren die Schutz­mass­nah­men aus­bauen und konn­ten gleich­zei­tig die aus betriebs­wirt­schaft­li­cher Sicht wich­ti­gen Ope­ra­tio­nen nicht durch­füh­ren. Zwei Kom­mis­sio­nen mit je 15 Volksvertreter/innen - unter ande­rem mit EVP-Kantonsrat André Wyss in der FIKO, wel­cher die Vor­lage dann auch den Mit­glie­dern vor­stellte – erhiel­ten Ein­sicht in die Unter­la­gen und Berech­nun­gen. Auch wenn für die Stimm­bür­ger nicht alle Detail­zah­len öffent­lich vor­lie­gen, so ver­trauen die EVP-Mitglieder die­sen vor­be­ra­ten­den Kom­mis­sio­nen und stim­men der Vor­lage zu. Es ist auch ein klei­nes Zei­chen der Wert­schät­zung an die erbrach­ten Leis­tun­gen der Spi­tä­ler in den letz­ten zwei Jah­ren.

 

Für Aus­künfte:

Elia Lei­ser, Prä­si­dent EVP Kan­ton Solo­thurn: 076 453 32 92; info@elialeiser.ch
André Wyss, Vize-Präsident EVP Kan­ton Solo­thurn, (P) 062 849 49 91, (G) 062 299 10 00; andre.wyss@wyance.ch